Wölfin FT9 ("Frieda")

Am frühen Dienstagmorgen, den 14.05.2013, konnte die Fähe des Daubaner Rudels besendert werden, sie trägt die Bezeichnung FT9 („Frieda"). FT9 stammt aus dem Daubaner Rudel und übernahm das Territorium nach dem Tod ihrer Mutter im Januar 2012. Die Herkunft ihres Partners ist noch ungeklärt.

Das Senderhalsband der Wölfin fiel im Februar 2014 unplanmäßig aus. Fotos belegen, dass die Wölfin nach wie vor das Halsband trägt, es sendet jedoch keine Daten mehr. In den 10.5 Monaten, in denen ihr Halsbandsender funktionierte, nutzte sie ein Gebiet von 399 km² MCP100* bzw. 251 km² MCP95**. 

"Frieda" zog 2013 mindestens drei Welpen auf. Auch in diesem Jahr hat die Wölfin wieder Nachwuchs. Fotos belegen, dass sie 2014 mindestens sechs Welpen aufzieht.

Abb. 3: Die Häufung der aktuellen Lokationen (Kernels) der besenderten Wölfe FT8 und FT9 seit ihrer Besenderung (bis Ende März bzw. Anfang Februar) und die ungefähre Lage der jetzigen Territorien dargestellt. Je dunkler der Kernel-Bereich, desto häufiger dort Lokationen stattgefunden haben.

                              

Das Revier des Daubaner Rudels hat sich 2012/2013 verschoben, was u.a. durch die Besenderung der Fähe deutlich wurde (DN, siehe Abb. 2). Im Süden wurde das Daubaner Territorium durch die Neugründung des Kollmer Rudels (siehe MT5) beschnitten. Dafür erweiterten die Daubaner Wölfe ihr Territorium nach Norden und Westen. Im Norden nutzen sie nun Gebiete des Nochtener Rudels. Im Westen drang „Frieda“ bis nach Königswartha in den Südteil des Milkeler Territoriums vor. Hier waren „Marie“ und „Frieda“ einige Zeit abwechselnd unterwegs. Seit September war „Frieda“ jedoch nicht mehr in der Region, sodass vermutlich „Marie“ dieses Gebiet für sich beanspruchen konnte.

„Frieda“ zieht dieses Jahr mindestens drei Welpen auf und nutzte bisher ein Gebiet von 358 km² (MCP100*) bzw. 249 km² (MCP95**).

 

Abb. 2: Die Häufung der aktuellen Lokationen (Kernels) der besenderten Wölfe und die ungefähre Lage der jetzigen Territorien. Je dunkler der Kernel-Bereich, desto häufiger dort Lokationen stattgefunden haben (Daten bis Ende September 2013 bzw. 01.11.2013 bei FT7).

„Frieda“ (FT9) sendete im Gegensatz zu „Greta“ bereits wenige Tage nach ihrer Besenderung, obwohl auch sie sich zunächst überwiegend in der Höhle bei den Welpen aufhielt. Außerdem unternahm „Frieda“ schon bald weite Ausflüge. Insgesamt war FT9 häufiger und länger von den Welpen entfernt als FT8 und nutzte mit 238 km² (MCP100* 14.05. – 30.06.2013) ein deutlich größeres Gebiet als FT8.

Abb. 1: Streifgebiete von FT9 (blau), FT8 (gelb), MT5 (grün) und FT7 (rot) von Januar bzw. Mai bis Ende Juni 2013.

 

* MCP100 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche.
** MCP95 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche, ohne die die 5 Prozent, die am stärksten von den anderen Lokationen abweichen