Wolf oder Hund?

Tschechoslowakischer Wolfshund


Körperliche Merkmale
  Wolf Hund
Schwanz in der Ruhestellung senkrecht nach unten hängend, niemals eingerollt, meist mit dunkler Spitze je nach Rasse sehr variabel, manchmal eingerollt
Violdrüse liegt etwa 8 cm unter der Schwanzwurzel, biologische Funktion der Violdrüse noch nicht endgültig geklärt je nach Rasse vorhanden, oder nur rudimentär ausgebildet oder ganz fehlend
Zeichnungselemente heller Überaugenfleck, helle Wangenpartie, fast weiße Umgebung des Mauls, Hals beiderseits mit heller Binde, Sattelfleck auf der Schulter
individuell variabel, je nach Jahreszeit unterschiedlich deutlich ausgeprägt (im Winter oft dunkler)
bei den meisten Hunderassen undeutlich, unvollständig oder fehlend
Ohren relativ klein und dreieckig, immer aufrecht Je nach Rasse unterschiedlich: stehend, abgeknickt oder hängend, oft deutlich größer als beim Wolf
Augenfarbe hellgelb bis gelbgrün sehr variabel, auch blau möglich
Gebiss verhältnismäßig schmaler vorderer Abschnitt des Unterkiefers, Schneidezähne dicht zueinander angeordnet Unterkiefer verhältnismäßig breiter, mit größeren Abständen zwischen den Zähnen
Schnauze relativ lang bei den meisten Hunderassen kürzer als beim Wolf
Körperbau besonders im Sommerfell auffallend hochbeinig, dadurch quadratische Körperform, Rückenlinie waagerecht bei vielen Hunderassen eher rechteckige Körperform mit abfallender Rückenlinie

 

Spuren, Risse, Kot
  Wolf Hund
Trittsiegel eher länglich-oval, Krallen relativ groß und kräftig, insgesamt sehr symmetrisch, Vorderpfote ca. 8-12 cm lang (ohne Krallen) und 7-11 cm breit, Hinterpfoten meist ca. 1 cm kürzer und schmaler, siehe Wolfsspuren. Pfotenmaße bei gleichgroßen Hunderassen oft ähnlich, aber Trittsiegel vergleichsweise rundlich. Krallen meist schwächer, Pfotenabdruck wirkt nicht so symmetrisch wie beim Wolf.
Gangarten geschnürter Trab ist bevorzugte Gangart, Laufstil sehr gleichmäßig, energiesparend, geradlinig, Schrittlänge im geschnürten Trab (Abstand vom Abdruck einer Pfote zum nächsten Abdruck derselben Pfote): mind. 100 cm, eher mehr; je nach Gelände auch schräger Trab oder Galopp, Passgang sehr selten Laufstil unstet und verspielt, viele Gangartenwechsel, häufig Galopp oder schräger Trab, wenige Hunderassen schnüren über längere Strecken, meist nur im tiefen Schnee, Schrittlänge sehr variabel, bei einigen Hunden ist Passgang beliebt
Risse gezielter, unblutiger, sehr kräftiger Drosselbiss; teilweise (je nach Beutetier) Bisse an den Läufen zum Zufallbringen des flüchtenden Beutetieres, keine ungezielten Bissverletzungen; Bauchraum geöffnet, innere Organe (außer Magen) und Muskelfleisch zu großen Teilen verwertet;
Abstand der Eckzähne in der Bisswunde: 4cm (oben) bzw. 3cm (unten), siehe Wolfsrisse
viele ungezielte Bisse nicht nur im Kehlbereich, Bissverletzungen nicht so kräftig da weniger Beißkraft, Risse blutiger durch mehrfaches Nachfassen und Schütteln; Kadaver nicht, oder nur gering verwertet
Kot Mindestens 2cm Durchmesser, enthält Haare und Knochen der Beutetiere, typischer Geruch, siehe Wolfskot Größe variabel, Konsistenz gleichmäßig, wenige oder keine Haare enthalten
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen
Achtung

„Auf Grund der Umstrukturierung des Wolfsmanagements im Freistaat Sachsen, ist das Kontaktbüro nur temporär besetzt. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung auf unserer Startseite. Der Internetauftritt wird ab Mai wieder aktualisiert.

Terminanfragen für Vorträge, Exkursionen oder Ähnlichem, sowie sonstige Anfragen zu Wölfen in Sachsen, werden ab Mai 2019 an die im Aufbau befindliche Fachstelle Wolf weitergeleitet. Presseanfragen werden beantwortet.

Anmeldungen für die regelmäßigen Informationsveranstaltungen in der Wolfsscheune in Rietschen richten Sie bitte an die Natur- und Touristinformation des Erlichthofes unter der Telefonnummer 035772-40235 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Hinweise auf Wölfe sowie Meldungen bzgl. geschädigter Nutztiere, auffälliger oder toter Wölfe, melden Sie bitte während der Dienstzeiten an Ihr Landratsamt.

Außerhalb der Dienstzeiten wenden Sie sich bitte an die Rettungsleitstelle.

Alternativ steht auch das LUPUS Institut zur Meldung von auffälligen und toten Wölfen unter der Telefonnummer 035727-57762 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Anfragen bzgl. Herdenschutzmaßnahmen können weiterhin an Herrn Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in Roßwein OT Haßlau unter der Telefonnummer 0151-50551465 oder herdenschutz@klausnitzer.de gerichtet werden.“