Tote Schafe bei Schleife - kein Wolf

Zwei tote Schafe bei Schleife - kein Wolf

22. Januar 2007: Auf einer Weide im Schleifer Teichgebiet wurden in der Nacht zum 20.01.07 zwei tragende Mutterschafe von einem oder mehreren Hunden getötet. Die Weide war mit einem Euronetzzaun geschützt, der aber an einer Stelle von einem herabgefallenen Ast heruntergedrückt war. Zusätzlich bewachte ein 14 Monate alter Herdenschutzhund (Pyrenäenberghund) die etwa 100-Kopf starke Herde.
Die Bissverletzungen der getöteten Schafe sprechen, laut einem Gutachten des Wildbiologischen Büros LUPUS, deutlich für einen oder mehrere Hunde als Verursacher. Die Schafe wiesen hundetypisch starke Hämatome an den Keulen auf, die durch oberflächige Bisse (stumpfe bzw. kleine Eckzähne) verursacht wurden. Sie wurden nicht mit gezieltem Drosselbiss getötet, ein Schaf starb an Genickbruch. Von den getöteten Schafen wurde  - außer von Kolkraben - so gut wie nichts gefressen.
Der Herdenschutzhund konnte gegen den Angriff offensichtlich nichts ausrichten. Während der Einsatz von Herdenschutzhunden gegenüber Wölfen eine bewährte Schutzmaßnahme darstellt, lassen sich wildernde Hunde durch das Bellen und Drohen eines Herdenschutzhundes nicht generell abschrecken. Am 12.12.2006 hat es in dieser Herde bereits einen Zwischenfall mit einem Rottweiler gegeben, bei dem kein Schaf zu Schaden kam, die Herde aber ausbrach.