Kontaktbüro

18.05.2017:

Am frühen Morgen des 18.05.2017 wurde am südlichen Stadtrand von Bautzen eine Wölfin von einem Zug überfahren. Der Kadaver wird zur weiteren routinemäßigen Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin verbracht.

Das Territorium des Cunewalde Rudels, welches im Jahr 2015/2016 erstmals nachgewiesen wurde, ist das nächstgelegene Wolfsterritorium zum Fundort. Aus diesem Gebiet liegen allerdings aus dem letzten Jahr nur wenige Wolfshinweise vor, sodass das Vorkommen von Wölfen dort aktuell ungeklärt ist.
Mehr Informationen zur Identität der toten Wölfin wird die Untersuchung von genetischen Proben am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen erbringen.

Der Nachweis von Wölfen in unmittelbarem Einzugsgebiet einer größeren Stadt ist selten. Jedoch ist auch von anderen Wildtieren, z.B. Rehen, Wildschweinen oder Füchsen, bekannt, dass sie gelegentlich in Siedlungsgebiete kommen. Wie diese Wildtiere, meiden auch Wölfe i.d.R. die direkte Begegnung mit Menschen, jedoch nicht die menschlichen Strukturen. Menschen gegenüber verhalten sie sich typischerweise vorsichtig und desinteressiert.
Der Fund der toten Wölfin im Siedlungsbereich liefert keinen Anlass für Sorgen bzgl. einer potenziellen Gefährdung von Menschen durch Wölfe.

Wolfshinweise aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring eine wertvolle Hilfe und können jederzeit an die Landratsämter oder das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung (Tel. 035727 57762, Email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) gemeldet werden.
Auch das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel. 035772 46762, Email: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) nimmt Hinweise entgegen und steht darüber hinaus für jegliche Fragen zum Thema Wolf zur Verfügung.

20.10.2016:

Am 15.10.2016 wurde bei Rehnsdorf (Gemeinde Elstra, LK Bautzen) ein toter erwachsener, männlicher Wolf von Spaziergängern gefunden und gemeldet. Die genetische Untersuchung soll Informationen zu seiner Identität liefern.
Die Untersuchung des Kadavers am Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zeigte, dass der Wolf an Auszehrung, also eines natürlichen Todes gestorben ist. Das Tier hatte eine Verletzung (Riss oder Schnitt) an der Innenseite der Lippen, welche sich stark entzündet hatte. Dies sorgte offenbar dafür, dass der Wolf seit längerer Zeit keine Nahrung und ggf. kein Wasser mehr zu sich nehmen konnte und deshalb verhungert bzw. verdurstet ist.

Am frühen Morgen des 19. Oktobers 2016 wurde auf der Straße zwischen Bernsdorf und Leippe (LK Bautzen) ein Wolfswelpe von einem Auto angefahren. Der männliche ca. 5 Monate alte Welpe überlebte den Unfall, schleppte sich noch einige Meter von der Fahrbahn und blieb dann liegen.
Die Polizei informierte daraufhin das LUPUS Institut, welches seinerseits einen Tierarzt hinzu zog. Dieser betäubte den Wolf und brachte ihn zur Untersuchung in seine Praxis. Dabei wurden mehrere Knochenbrüche und innere Verletzungen festgestellt, wodurch eine Heilung und Wiederfreilassung des Tieres ausgeschlossen wurde. Aufgrund dessen wurde der Wolf nach Erteilung der Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes Bautzen von dem Tierarzt eingeschläfert.

Der Kadaver des Welpen wurde anschließend zu weiteren Untersuchungen und Forschungszwecken an das IZW in Berlin gebracht. Die Untersuchung dort bestätigte, dass der Welpe vor längerer Zeit, bereits in sehr jungem Alter, beschossen wurde. Die bei der tierärztlichen Untersuchung gemachten Röntgenaufnahmen hatten bereits Hinweise darauf gegeben. Das Landratsamt Bautzen wird Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Das Gebiet, in dem der junge Wolf angefahren wurde, gehört vermutlich zum Territorium des im letzten Jahr neu etablierten Berndorfer Wolfspaares. Falls die genetischen Untersuchungen dies bestätigen wäre damit für 2016 eine erste Reproduktion dieses Paares nachgewiesen.

28.07.2015:

Am Sonntagvormittag, den 26.07.2015, wurde in der Gemeinde Vierkirchen (Landkreis Görlitz) ein junger männlicher Wolf tot aufgefunden. Bei der Begutachtung vor Ort wurden Verletzungen festgestellt, die den Verdacht auf einen illegalen Abschuss nahe legten. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei verständigt. Nach der Aufnahme des Vorgangs durch die Polizei wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht. Der vorläufige Untersuchungsbefund bestätigte den Verdacht eines illegalen Abschusses.

Noch ist unklar aus welchem Rudel der junge Wolf stammt. Dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären.

Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird der Landkreis Görlitz Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Das Landeskriminalamt nahm bereits die Ermittlungen auf.

Seit 2009 wurden damit in Sachsen 7 illegal getötete Wölfe gefunden. In 6 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren. Das Landeskriminalamt Sachsen ermittelt in einigen dieser Fälle.

14.07.2014:

 

Am Sonntagmorgen, den 13.07.2014, wurde an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau (Landkreis Bautzen) ein ca. einjähriger, weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Fundort liegt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Bereich des Daubaner Wolfsterritoriums.

Bei der Begutachtung vor Ort wurde eine Verletzung festgestellt, die durch eine Schusswaffe verursacht worden sein könnte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht, wo sich der Anfangsverdacht bestätigte. Noch ist unklar aus welchem Rudel die junge Wölfin stammt, dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären.

Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Das Landeskriminalamt nahm bereits die Ermittlungen auf.

In den letzten sieben Monaten wurden bereits 2 weitere illegal geschossene Wölfe in Sachsen gefunden: im Dezember 2013 ein Wolfswelpe bei Hermsdorf (Landkreis Bautzen) und im März 2014 der Daubitzer Rüde bei Weißkeißel (Landkreis Görlitz). In beiden Fällen wurde Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen laufen noch. Seit 2000 wurden damit in Sachsen 6 illegal getötete Wölfe gefunden. In 5 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren. 

31.03.2014:

Am Freitagvormittag, den 28.03.2014, wurde bei Weißkeißel, Landkreis Görlitz, bei Forstarbeiten ein männlicher Wolf tot aufgefunden. Es handelt sich dabei um den Rüden (Vaterwolf) des Daubitzer Rudels. Bei der Begutachtung vor Ort wurden Verletzungen festgestellt, die den Verdacht auf einen illegalen Abschuss nahe legten. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei verständigt. Nach der Aufnahme des Vorgangs durch die Polizei wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht und dort noch am Freitag untersucht. Der vorläufige Untersuchungsbefund bestätigte den Verdacht eines illegalen Abschusses. Das Tier ist an den Folgen eines Bauchschusses verendet.

Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird durch den Landkreis Görlitz Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei nahm bereits die Ermittlungen auf.

Erst im Dezember 2013 wurde in Sachsen bei Hermsdorf (Gemeinde Lohsa) ein geschossener Wolfswelpe gefunden. Die Ermittlungen hierzu laufen noch. Seit 2000 wurden damit in Sachsen 5 Wölfe illegal getötet. In 4 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde absichtlich überfahren.

Bei dem Daubitzer Rüden handelte es sich um ein genetisch besonders wertvolles Tier. Der aus Polen zugewanderte Rüde hatte eine in Sachsen bisher nicht nachgewiesene Variante der mitochondrialen DNA. Er hatte also frisches Blut in den ansonsten relativ eng miteinander verwandten Wolfsbestand gebracht. Im vergangenen Jahr zog das Daubitzer Wolfspaar sieben Welpen auf. Die Fähe wird Anfang Mai erneut Welpen zur Welt bringen. Normalerweise wird sie in den ersten Wochen der Welpenaufzucht durch den Rüden, den Vater der Welpen, mit Nahrung versorgt. Es bleibt abzuwarten, ob einige der dann knapp ein Jahr alten Jungtiere des Rudels diese Aufgabe übernehmen oder die Fähe innerhalb des nächsten Monats einen neuen Rüden findet.