Wölfe in Sachen

Auf Wunsch der Umweltminister der Bundesländer wurde 2016 die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten F+E Vorhabens des Bundesamtes für Naturschutz geschaffen. Die Naturschutzbehörden der Länder wünschten aufgrund der dynamischen Entwicklung des Wolfsvorkommens in Deutschland den regelmäßigen Zugang zu bundesweit aufbereiteten Daten zu u.a. Vorkommensgebiet und Bestandsentwicklung. Auch die Beratung der Behörden bei speziellen Fragen, z.B. im Umgang mit auffälligen Wölfen ist eine wesentliche Aufgabe des Projekts.

Das Projektteam der DBBW besteht aus vier Institutionen, welche über langjährige Erfahrung in der Erforschung wildlebender Wölfe in Deutschland verfügen. Unter der Leitung des Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG) arbeiten folgende Projektpartner zusammen: das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, Spreewitz, das Fachgebiet Naturschutzgenetik am Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen, und das Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung in Berlin (Leibniz-IZW).

Das Projektteam hat ausschließlich eine beratende Funktion für die Naturschutzbehörden von Bund und Ländern. Die in den Bundesländern erhobenen Daten aus Wolfsmonitoring und -management werden den Projektpartnern zur Verfügung gestellt, welche sie bundesweit zusammenfassen, aufbereiten und auf der Internetseite www.dbb-wolf.de veröffentlichen.
Eine direkte Beratung der Öffentlichkeit durch die DBBW erfolgt nicht.