Wölfe in Sachen

Zusätzlich sollten Tierhalter ihre Zäune regelmäßig auf Schwachstellen prüfen und diese zeitnah beseitigen. Die Umzäunung darf keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten und alle Seiten der Koppel müssen geschlossen sein – über offene Gräben oder Gewässer können Wölfe leicht eindringen. Bei stromführenden Zäunen sollte ausreichend Spannung (mind. 2.500 V) anliegen. Außerdem sollte die Koppel nicht zu klein sein, damit die Tiere selbst bei einem versuchten Übergriff durch einen Wolf genügend Platz zum Ausweichen haben und nicht aus der Koppel ausbrechen.

Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material verfügen über keine aktive, abschreckende Wirkung, wie stromführende Zäune dies tun, sondern sind eine rein physische Barriere. Erfahrungsgemäß bieten sie daher einen geringeren Schutz gegenüber stromführenden Zäunen, weil sie von Wölfen leicht untergraben oder bis zu einer bestimmten Höhe auch übersprungen bzw. überklettert werden können. Ein fester Bodenabschluss bzw. Unterwühlschutz des Zaunes ist besonders wichtig. Für eine individuelle Beratung zu weiteren Maßnahmen für Festzäune wenden Sie sich bitte an die unten aufgeführten Ansprechpartner.
Einen wesentlich besseren Schutz bieten Elektrozäune, deren Anschaffung bereits seit 2008 vom Freistaat Sachsen gefördert wird. Um dem Mindestschutz zu entsprechen müssen Elektrozäune mindestens 90 cm hoch sein. Empfohlen werden Elektrozäune mit 100 cm – 120 cm, welche auch gefördert werden.
Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im gesamten Freistaat Sachsen haben weiterhin die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen (mobile Elektrozäune, Herdenschutzhunde, „Flatterband“, Unterwühlschutz bei Wildgattern) zu 80% der Nettokosten fördern zu lassen.

Bei Fragen zu Herdenschutzmaßnahmen oder zur Förderung solcher wenden Sie sich als Tierhalter bitte an die Landratsämter der Landkreise, die Außenstellen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Kamenz, Mockrehna und Zwickau oder an einen der folgenden Mitarbeiter:

Zuständig für die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, sowie die Stadt Dresden ist Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung in 02694 Malschwitz OT Wartha, Warthaer Dorfstraße 29 (Tel.: 0172 / 3757 602, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Zuständig für die Landkreise Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland, sowie die Städte Leipzig und Chemnitz ist Herr Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in 04741 Roßwein, OT Haßlau, Nr. 29a (Tel.: 0151 / 5055 1465, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).