Wölfe in Sachen

07.05.2014:

Aktuell sendet nur noch eine im Rahmen des Projektes „Wanderwolf“ besenderte Wölfin (FT8 „Greta“) Daten zu ihrer Raumnutzung. Das Senderhalsband einer zweiten in diesem Projekt besenderten Wölfin (FT9 „Frieda“) fiel im Februar 2014 aus. Fotos belegen, dass die Wölfin nach wie vor das Halsband trägt, es sendet jedoch keine Daten mehr.

FT9 stammt aus dem Daubaner Rudel und übernahm das Territorium nach dem Tod ihrer Mutter im Januar 2012. Sie wurde am 15. Mai 2013 besendert. 2013 zog sie mindestens drei Welpen auf. In den 10.5 Monaten, in denen ihr Halsbandsender funktionierte, nutzte „Frieda“ ein Gebiet von 399 km² MCP100* bzw. 251 km² MCP95**.

Bei FT8, die aktuell den einzig funktionierenden Halsbandsender trägt, handelt es sich um die Fähe des Nieskyer Rudels. Sie stammt aus dem Daubitzer Rudel, ihr Rüde aus einem westpolnischen Rudel. Die Senderdaten der letzten 3 Monate haben keine neuen Erkenntnisse zur Raumnutzung der Fähe geliefert. Insgesamt nutzte „Greta“ bisher in den 10.5 Monaten ihrer radiotelemetrischen Überwachung ein Territorium von 423 km² MCP100* bzw. 337 km² MCP95**, welches sich von der Südkante des Truppenübungsplatzes Oberlausitz bis nach Görlitz im Süden erstreckt.

Das Projekt „Wanderwolf“ ist ein gemeinsames Projekt des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der Projektgruppe „Wanderwolf“, die aus der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW), dem Internationalen Tierschutz-Fonds gGmbH (IFAW), dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF) besteht. Ziel des Projekts ist es, Informationen über die Raumnutzung und zum Abwanderungsverhalten der Wölfe zu erheben.

Mehr Informationen zu dem Projekt erhalten Sie hier.

 

* MCP100 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche.

** MCP95 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche, ohne die die 5 Prozent, die am stärksten von den anderen Lokationen abweichen