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06.11.2012:
Ende September unternahm die am 02.05.2012 besenderte junge Wölfin „Marie" (FT7) einen kurzen Ausflug in das Gebiet des angrenzenden Daubaner Rudels und kehrte anschließend in ihr elterliches Territorium (Milkeler Rudel) zurück. Dort hält sich die junge Wölfin aus dem Milkeler Rudel nach wie vor auf. Bereits im Mai hatte „Marie" einen kurzen Abstecher in das Daubaner Territorium gemacht.

Vom 02. Mai bis 31. Oktober 2012 nutzte FT7 mit diesen Ausflügen ein 389 km² (MCP100*) großes Streifgebiet*, ohne 311 km². Dieses liegt zum Großteil innerhalb des aus den Telemetriedaten des vorangegangenen BfN-Projektes „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland" bekannten Milkeler Territoriums und erstreckte sich von südlich von Königswartha bis Neustadt / Spreetal im Norden.

Die Jährlingsfähe wurde im Rahmen des Sächsischen Wolfmonitorings vom Wildbiologischen Büro LUPUS gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Der GPS-GSM Sender soll Daten zur Raumnutzung der Wölfe in Sachsen aber auch zum Abwanderungs- und Ausbreitungsverhalten von Wölfen in Deutschland liefern.
Die Besenderung erfolgte im Rahmen eines gemeinsamen Projektes des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) mit der Projektgruppe „Wanderwolf", die aus der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. (GzSdW), dem Internationalen Tierschutz-Fonds gGmbH (IFAW), dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und dem World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF) besteht.
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