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16.08.2012:
Die am 02.05.2012 im Auftrag vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der Projektgruppe „Wanderwolf" besenderte junge Wölfin aus dem Milkeler Rudel hält sich nach wie vor in ihrem elterlichen Territorium auf.

Die Jährlingsfähe wurde im Rahmen des Sächsischen Wolfmonitorings vom Wildbiologischen Büro LUPUS gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet. Sie erhielt die Bezeichnung FT8 („Marie"). Der GPS-GSM Sender soll Daten zur Raumnutzung der Wölfe in Sachsen aber auch zum Abwanderungs- und Ausbreitungsverhalten von Wölfen in Deutschland liefern.

Vom 02. Mai bis 31. Juli 2012 nutzte FT8 ein 332 km² (MCP100*) großes Streifgebiet. Dieses liegt zum Großteil innerhalb des aus den Telemetriedaten des vorangegangenen BfN-Projektes „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland" bekannten Milkeler Territoriums und erstreckte sich von südlich von Königswartha bis Neustadt / Spreetal im Norden (siehe Karte).

„Marie" wurde 2011 geboren und war eines von mind. sechs Geschwistern. Der aktuelle Rüde des Milkeler Rudels ist nicht der leibliche Vater von „Marie". Dieser wurde im Februar 2012 schwerkrank gefunden und nach tierärztlicher Diagnose mit behördlicher Genehmigung eingeschläfert.
Kurze Zeit später wurde bereits ein neuer Rüde im Revier nachgewiesen und 2012 gibt es wieder neuen Nachwuchs im Milkeler Rudel.

Mehr Informationen zu dem Projekt "Wanderwolf" erhalten Sie hier.

* MCP100 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche.