Wölfe in Sachen

27.07.2017:

In der Dahlener Heide (LK Nordsachsen) konnte ein Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit Jahresbeginn gab es einzelne Hinweise auf Wölfe in diesem Gebiet. Ende Mai wurde eine Wolfsfähe mit Gesäuge, welche Futter im Maul trug, von einer Fotofalle fotografiert (s. li. Foto). Aktuell wurden zwei Welpen beobachtet und fotografiert.

In neun weiteren sächsischen Wolfsterritorien konnte ebenfalls bereits Reproduktion nachgewiesen werden.
In den Territorien des Daubitzer, Königshainer Berge, Nieskyer, Rosenthaler und Seenland Rudels gibt es Fotoaufnahmen von Welpen. Auch bei dem im Monitoringjahr 2015/2016 neu etablierten Wolfspaar in der Neustädter Heide (LK Bautzen) wurde erstmals Nachwuchs bestätigt.
Außerdem liegen aus dem Daubaner, Nochtener und Knappenrode Rudel Hinweise auf Reproduktion aufgrund von Fotofallenaufnahmen einer Wolfsfähe mit Gesäuge vor.

 

Foto links: Die Wolfsfähe in der Dahlener Heide trägt Futter im Maul. Bei ihr ist deutlich ein Gesäuge zu erkennen.
Foto rechts: Im Nieskyer Rudel wurden sechs Wolfswelpen fotografiert.

In den Sommer- und Herbstmonaten liegt der Schwerpunkt des Wolfsmonitorings auf der Suche nach Welpenhinweisen. In dieser Zeit wird versucht, in den einzelnen Wolfsterritorien Welpen über dokumentierte Spuren, Fotos oder Filmaufnahmen zu bestätigen.

Hinweismeldungen aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring eine wertvolle Hilfe und können jederzeit an die Landratsämter, das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel. 035772 46762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gemeldet werden.

Halter von Schafen und Ziegen sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen, indem sie ihre Nutztiere z.B. mit einem geeigneten Elektrozaun schützen oder über Nacht einstallen. Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material werden seitens des Wolfsmanagements nicht empfohlen, da sie über keine aktive, abschreckende Wirkung verfügen und eine rein physische Barriere darstellen. Erfahrungsgemäß können sie von Wölfen leicht untergraben oder übersprungen bzw. überklettert werden.
Tierhalter, die Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von präventiven Schutzmaßnahmen haben, können sich an einen der folgenden Sachbearbeiter wenden.

Zuständig für die Landkreise Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland, sowie die Städte Leipzig und Chemnitz ist Herr Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in Roßwein OT Haßlau (Tel. 0151 / 5055 1465, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Zuständig für die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, sowie die Stadt Dresden ist Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in Malschwitz OT Wartha (Tel. 0172 / 3757 602, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).