Wölfe in Sachen

15.02.2018

Der Untersuchungsbefund des am 2. Februar 2018 entnommenen auffälligen Wolfes liegt vor. Aus dem Gutachten des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin geht hervor, dass der männliche Wolf fachgerecht durch einen Schuss getötet wurde. Außerdem wurde in dem vorliegenden Gutachten bestätigt, dass das untersuchte Tier eine massive Dermatitis (entzündliche Reaktion der Haut) hatte, wie sie nach einem Befall mit Räudemilben beobachtet werden kann. Derzeit stehen noch weitere Untersuchungen aus. Wir bitten um Verständnis, dass das Landratsamt Görlitz dazu keine näheren Auskünfte geben kann, da dieses nicht Auftraggeber (Freistaat Sachsen) der Untersuchungen ist.  Die parallel veranlasste genetische Untersuchung des Tieres ist gegenwärtig noch nicht abgeschlossen.

Hintergrund:

Pressemitteilung des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen vom 24.01.2018

Herkunft des verhaltensauffälligen Wolfes geklärt

Das Tier, das Ende Dezember 2017 in Krauschwitz und Weißkeißel (LK Görlitz) zwei Hunde getötet hat und mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet wurde, ist - nachdem Fotofallenbilder bereits einen Wolf als Verursacher vermuten ließen - nun auch genetisch als Wolf identifiziert. Der Wolf stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Wymiarki-Rudel in Westpolen. Vor einem Jahr war er im Rahmen des Monitorings kurzzeitig im Kerngebiet des Nochtener Rudels nachgewiesen worden, zu diesem Rudel gehört er jedoch nicht.

Der Managementplan sieht den Abschuss des Wolfes vor. Um den Vollzug koordinieren zu können, werden die Bewohner aus dem Großraum Weißwasser gebeten, Wolfssichtungen umgehend an das Landratsamt Görlitz (Tel. 03588 2233 3401, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu melden.

Außerhalb der Dienstzeiten des Landratsamtes und am Wochenende können Meldungen über die Leitstelle (Tel. 112) erfolgen. Alternativ können Sichtungen auch bei folgenden Stellen gemeldet werden:

LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und Forschung (Tel.: 035727 57762, 01733572329) Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel.: 035772 46762) Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Besitzern von Hunden und Katzen im nördlichen Landkreis Görlitz wird bis auf weiteres empfohlen, ihre Tiere unter Aufsicht zu halten.   


Pressemitteilung des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen vom 28.12.2017

Zwei Vorfälle mit Hunden im nördlichen Landkreis Görlitz

Am 27. und 28. Dezember 2017 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz (beides Landkreis Görlitz) zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt bzw. ein Hund getötet wurde. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer und die Besitzer sahen auf dem Grundstück ein Tier, welches sie als wolfsähnlich beschrieben.

Das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert, untersuchte die Vorfälle vor Ort und nahm Genetikproben an dem verletzten, sowie toten Hund. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht.
Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich nicht sagen, ob die Hunde von einem Wolf oder einem Hund angegriffen wurden. Die Untersuchungen des Kadavers bzw. der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse bringen. Auch wurden vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

Aufgrund der beiden Vorfälle bittet das sächsische Wolfsmanagement alle Hundebesitzer im Bereich Krauschwitz / Weißkeißel / Weißwasser, ihre Tiere gut zu beaufsichtigen und möglichst über Nacht zu sichern. Außerdem sollten Sichtungen von Wölfen oder streunenden Hunden in diesen Bereichen umgehend an das LUPUS Institut oder das Landratsamt Görlitz gemeldet werden.


Kontaktinformationen:

LUPUS Institut: Tel. 0173 / 3572 329
Landratsamt Görlitz, Kreisforstamt: Tel. 03588  2233-3401
Sobald neue Informationen vorliegen wird das Kontaktbüro darüber informieren.

Pressemitteilung des Landratsamtes Görlitz vom 15.02.2018

08.02.2018

In der Region Stolpen/Hohnstein (LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) konnte aktuell im Rahmen des Wolfsmonitorings ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Im Herbst des vergangenen Jahres hatte es bereits einzelne Nachweise von Wölfen in der Region gegeben. So konnte z.B. am 30.10.2017 zwischen Stolpen und Stürza (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) durch eine Fotofallenaufnahme der Nachweis (C1) von zwei Wölfen erbracht werden (Kontaktbüro berichtete). Es blieb aber offen, ob es sich um ein neues territoriales Vorkommen handelte oder um durchziehende Wölfe. Nun liegt das Ergebnis der genetischen Untersuchung des am 07.11.2017 zwischen Dobra (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und Helmsdorf (Stolpen) überfahrenen männlichen Wolfswelpen vor: Er gehört einem bisher im Monitoring nicht erfassten Rudel an, das im Sommer 2017 im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen hat.

Hinweismeldungen aus der Bevölkerung sind für das Wolfsmonitoring eine wertvolle Hilfe und können jederzeit an die Landratsämter, das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel. 035772 46762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland (Tel. 035727 57762, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gemeldet werden.

Halter von Schafen und Ziegen sollten Vorkehrungen für den Schutz ihrer Tiere treffen. Es wird empfohlen, Nutztiere mit einem geeigneten 100 – 120 cm hohen Elektrozaun zu schützen. Kleinere Tierbestände können auch über Nacht eingestallt werden. Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material werden seitens des Wolfsmanagements nicht empfohlen, da sie über keine aktiv, abschreckende Wirkung verfügen und eine rein physische Barriere darstellen. Erfahrungsgemäß können sie von Wölfen leicht untergraben, übersprungen oder überklettert werden.
Tierhalter, die Fragen zum Herdenschutz bzw. zur Förderung von präventiven Schutzmaßnahmen haben, können sich an den Herdenschutzbeauftragten wenden.

Zuständig für die Landkreise Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, sowie die Stadt Dresden, ist Herr Klingenberger von der Biosphärenreservatsverwaltung „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ in Malschwitz, OT Wartha (Tel. 0172 / 3757 602, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

02.02.2018

Der auffällige Wolf im Landkreis Görlitz ist heute Mittag (02.02.2018) entnommen worden. Das Tier wird nun dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung übergeben.

Pressemitteilung des Landratsamtes Görlitz vom 02.02.2018

01.02.2018:

Am 30.01.2018 wurde ein Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden. Der Hund entfernte sich während eines Waldaufenthaltes vom Hundehalter, verfolgte Wild und kehrte nicht mehr zurück. Da das Halsband des Hundes mit einem GPS Sender versehen war, konnte dieser wiedergefunden werden. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Aufgrund der Auffindesituation lässt sich ein Wolf als Täter vermuten. Genetikproben sollen darüber Aufschluss geben, ob dies bestätigt werden kann und ob ein Zusammenhang zu den bisherigen Übergriffen auf Haustiere in der Region besteht.

Besitzern von Hunden und Katzen im nördlichen Landkreis Görlitz wird bis auf weiteres empfohlen, ihre Tiere unter Aufsicht zu halten.
Wolfssichtungen aus diesem Bereich möchten bitte jeweils möglichst zeitnah an das Landratsamt Görlitz (Tel. 03588 2233 3401, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gemeldet werden.
Am Wochenende können Meldungen in dringenden Fällen auch über die Leitstelle (Tel. 112) erfolgen.
Alternativ können Sichtungen auch bei folgenden Stellen gemeldet werden:
LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und Forschung (Tel.: 035727 57762)
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel.: 035772 46762)
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

24.01.2018

Das Tier, das Ende Dezember 2017 in Krauschwitz und Weißkeißel (LK Görlitz) zwei Hunde getötet hat und mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet wurde, ist - nachdem Fotofallenbilder bereits einen Wolf als Verursacher vermuten ließen - nun auch genetisch als Wolf identifiziert. Der Wolf stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Wymiarki-Rudel in Westpolen. Vor einem Jahr war er im Rahmen des Monitorings kurzzeitig im Kerngebiet des Nochtener Rudels nachgewiesen worden, zu diesem Rudel gehört er jedoch nicht.
Der Managementplan sieht den Abschuss des Wolfes vor. Um den Vollzug koordinieren zu können, werden die Bewohner aus dem Großraum Weißwasser gebeten, Wolfssichtungen umgehend an das Landratsamt Görlitz (Tel. 03588 2233 3401, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu melden.
Außerhalb der Dienstzeiten des Landratsamtes und am Wochenende können Meldungen über die Leitstelle (Tel. 112) erfolgen.
Alternativ können Sichtungen auch bei folgenden Stellen gemeldet werden:
LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und Forschung (Tel.: 035727 57762, 01733572329) Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (Tel.: 035772 46762) Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Besitzern von Hunden und Katzen im nördlichen Landkreis Görlitz wird bis auf weiteres empfohlen, ihre Tiere unter Aufsicht zu halten.