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22.02.2016:

In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 22.02.2016, wurde die Schafsherde, die in der Königsbrücker Heide zur Heidepflege eingesetzt wird, am Rand des Schutzgebietes vom Wolf angegriffen. Die Herde war aus der dem Mindestschutz entsprechenden Koppel ausgebrochen.
Nach aktuellem Erkenntnisstand wurden 38 Schafe und 2 Ziegen getötet und fünf Tiere verletzt. Etwa 30 weitere Tiere werden noch vermisst. Die NSG-Wacht wird noch die gesamte Woche hindurch versuchen die vermissten Schafe zu finden.

Die Königsbrücker Heide ist das Kerngebiet des danach benannten Königsbrücker Heide Rudels, welches dort seit 2011 nachgewiesen ist.

Insgesamt wurden in Sachsen im letzten abgeschlossenen Monitoringjahr 2014/2015 zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf nachgewiesen. Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW).
Außerdem hat man aktuell zwei Bereiche mit dem Status unklar. Es handelt sich dabei um den Bereich der Gohrisch Heide (LK Meißen) und den Bereich um Löbau/Königshainer Berge/Cunewalde. Im Rahmen des Monitorings soll weiter geklärt werden, ob sich Wölfe hier dauerhaft aufhalten.
Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.