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23.07.2014:

Am Morgen des 14.07.2014 starben zwei Lämmer bei einem Übergriff auf eine Schafherde bei Dohna (Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge). Die Begutachtung des Schadens ergab, dass ein Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. Die Herde wurde hinter einem stromführenden Zaun gehalten, brach aber offenbar in Folge des Übergriffs aus.

Im Bereich dieses Vorfalls gibt es aktuell keine Wolfsnachweise. Das nächstgelegene Wolfsrudel hat sein Territorium auf der anderen Seite der Elbe, im Hohwald.

Voraussetzung für einen finanziellen Ausgleich im Schadensfall ist die Einhaltung eines entsprechenden Mindestschutzes durch den Tierhalter.
Für einen effektiven Schutz gegen Wölfe haben sich mindestens 90 cm hohe, handelsübliche Elektrozäune (z.B. Flexinetze oder Litzenzäune) bewährt. Litzenzäune sollten aus mindestens 5 Litzen bestehen. Der Abstand zwischen den Litzen bzw. der untersten Litze und dem Boden sollte dabei 20 cm nicht überschreiten. Bei Festkoppeln (stationäre Holz- oder Maschendrahtzäune) ist eine Mindesthöhe von 1,20 m und vor allem ein fester Bodenabschluss wichtig. Dabei ist ein Unterwühlschutz aus Knotengeflecht oder einer Drahtlitze zu empfehlen. Auch die Unterbringung der Tiere in einem festen Stall über Nacht bietet einen guten Schutz. Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern haben die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen im Wolfsgebiet fördern zu lassen.

Bei weiteren Fragen zu den Schutzmaßnahmen und zur Förderung stehen Ihnen die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises und Herr Klingenberger vom Staatsbetrieb Sachsenforst unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.